Barrierefreiheit im öffentlichen Raum
Ein wichtiges Thema für uns alle!
Aug. 2021
Wie muss der neue Bus sein?
Ich habe die Busse auf der Hauptwache getestet und Vorschläge für die Gestaltung aufgeschrieben.
Link: Frankfurter Rundschau
April 2022
Inklusionsrundgang Bornheim
Ich habe mit den Grünen Bornheim und Elke Voitl einen Inklusionsrundgang im Stadtteil durchgeführt und an unterschiedlichen Stationen auf Barrieren hingewiesen.
Wie viele Kneipen, Gaststätten, Geschäfte sind barrierefrei?
Wie viele öffentliche barrierefreie Toiletten sind vorhanden und warum ist seit Jahren die barrierefreie Toilette Bornheim defekt?
Wie viele Schulen sind in Bornheim barrierefrei?
Wann wird die Haltestelle Bornheim Mitte barrierefrei?
Wie viele Ärzte, Kinderärzte, Friseure, Brillengeschäfte usw. sind barrierefrei?
Warum wurde die Bäckerei nach der Sanierung nicht barrierefrei gestaltet oder eine barrierefreie Toilette eingebaut?
Diese und mehrere Fragen wurden besprochen
Link: Grüne Bornheim
Juli 2022
Die Hauptwache
Der öffentliche Raum muss auch barrierefrei gedacht werden!
Wir haben gemeinsam mit Stiftung Altes Neuland Vorschläge gemacht, wie eine barrierefreie Hauptwache aussehen kann. Als ich bei den Ämtern auf eine Rampe hingewiesen habe, wurde gesagt, dass eine 80m lange Rampe in das Loch nicht möglich sei. Stiftung Altes Neuland hat gezeigt, dass es möglich ist, wenn man es will.
Link: Frankfurter Rundschau
Link: "Stiftung Altes Neuland"
Okt. 2023
Weiterentwicklung der Plätze
Rathenauplatz, Roßmarkt und Goetheplatz
Ich habe darauf hingewiesen, dass bei der Neugestaltung von Plätzen auf die barrierefreie Gestaltung geachtet werden muss.
Link: Frankfurter Rundschau
Ebenerdig ist nicht Barrierefrei. Ich habe eine 10 seitige Stellungnahme mit Bildern geschrieben und auf unterschiedliche Punkte bei den Plätzen hingewiesen.
Link: Frankfurter Rundschau
November 2023
Behindertenparkplätze
Wie finde ich Behindertenparkplätze und was läuft in Frankfurt falsch?
Die Suche nach einem Behindertenparkplatz ist teilweise schwierig, weil es für die Suche keine App gibt und die Nutzer teilweise die Standorte und auch die Verfügbarkeit nicht kennen.
Wie finde ich einen Behindertenparkplätzen ?
Die Internetseite Mainziel.de zeigt die Standorte von Behindertenparkplätze in Frankfurt an. Mit der entsprechenden Filterung und einem Klick auf den jeweiligen Parkplatz wird die Straße angezeigt. Allerdings sieht man natürlich nicht, ob der Parkplatz frei oder belegt ist. Daher sollte man sich vor der Fahrt auch andere Alternativen in der Nähe heraussuchen.
Auch über Geoportal werden Behindertenparkplätze angezeigt. Der Unterschied zu Mainziel ist, dass die Darstellung und die Suche anders aufgebaut ist.
Wie gut ist die Situation von Behindertenparkplätzen?
Bei der Filterung werden viele Behindertenparkplätze angezeigt. Dadurch entsteht der Eindruck, dass viele Parkplätze vorhanden sind. Als Betroffener erlebt man die Situation aber anders.
Warum?
Krankheit und Behinderungen sind vielfältig. Dadurch sind auch die Bedürfnisse an einen Behindertenparkplatz sehr unterschiedlichen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Auto-Umrüster, die das Auto individuell auf die Bedarfe von behinderten Menschen anpassen bzw. umbauen können. Diese Menschen benötigen zum Ein- und Aussteigen mit einem Rollstuhl oder E-Rollstuhl auf der Fahrer, Beifahrer oder im Heckbereich mehr Platz, weil der Einstieg über die Seiten oder den Kofferraum erfolgt. Dadurch sind Behindertenparkplätze laut DIN immer so groß dimensioniert, weil er für unterschiedliche Behinderungen und Bedürfnisse passen muss.
Aber auch andere Personengruppen mit "normalen" Autos, benötigen aufgrund von Schwangerschaft, Rollator, im Übergang zu Rollstuhl und anderen körperlichen Problematiken mehr Platz beim Ein- und Aussteigen. Diese Personen haben teilweise keinen Behindertenausweis, weil die Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt sind.
Schaut man sich nun die einzelnen Behindertenparkplätze in Frankfurt genauer an, dann stellt man verschiedene Probleme bei den Parkplätzen fest. Diese Punkte haben unterschiedliche Nachteile und führen dazu, dass vorhandene Behindertenparkplätze zwar vorhanden sind, aber teilweise nicht genutzt werden können oder auch die Benutzer dazu zwingt, zwei Parkplätze gleichzeitig zu nutzen. Diese Nachteile führen aber auch dazu, dass die Anzahl der nutzbaren Parkplätze deutlich verringert wird, weil sie von den Nutzern nicht genutzt werden können. Dadurch wird Platz bereitgestellt, der nur teilweise genutzt werden kann bzw. Raum verloren.
1. Falschparker:
Früher gab es nur Autos die falsch auf Behindertenparkplätzen abgestellt wurden. Heute kommen durch den Platzmangel E-Scooter, Fahrräder oder Mülleimer hinzu. Ein behinderter Mensch, der auf den Parkplatz angewiesen ist, kann aber leider nicht einfach aussteigen und einen E-Scooter, Fahrrad oder Mülleimer wegschieben. In dieser Situation Hilft auch kein Anruf beim Betreiber oder dem Ordnungsamt, weil diese Stellen auch nicht gleich die Situation ändern können. Der Betroffene muss sich dann eine alternative bzw. einen anderen Parkplatz suchen. Das kann aber schwierig werden. Vielleicht würden hier tatsächlich höhere Strafen helfen. Aber nicht um die Betreiber zu schädigen, sondern um die Falschparker deutlich darauf hinzuweisen. In Amerika kostet das Falschparken 200 Dollar! In Deutschland wird es nur teuer, wenn das Auto abgeschleppt wird.
2. Zugang zu Gehwegen:
Bei der Einrichtung von Behindertenparkplätzen wird nicht darauf geachtet, wie ein behinderte Mensch vom Parkplatz auf den Gehweg kommt. Der Gehweg ist in diesem Bereich nicht abgeflacht. Dadurch muss eine Person im E-Rollstuhl auf der Straße/Fahrradweg aussteigen und dann bis zur nächsten Absenkung fahren. Das ist aber teilweise sehr gefährlich oder nicht möglich, weil der Verkehr zu stark ist.
Warum hat darüber noch niemand nachgedacht?
Daher sollte dringend darauf geachtet werden, dass bei der Einrichtung auch auf kurze Wege achtet wird. Im Ostpark gibt es eine Vielzahl an Behindertenparkplätzen. Wer allerdings auf kurzem Weg vom Behindertenparkplatz in den Park möchte, hat hier ein großes Problem. Der Nutzer muss erst auf dem Fahrradweg gegen den Verkehr bis fast zur Ampel fahren, damit er dann in den Park kommt. Wer das Problem von E-Autos und der Reichweite kennt, kann das auf den E-Rollstuhl oder die Armkraft übertragen. Die Reichweite von behinderten Menschen ist eingeschränkt. Gleichzeitig wird diesen Menschen aber deutlich längere Wege zugemutet.
Warum?
Weil man noch nicht darüber nachgedacht hat oder die Betroffenen noch nicht mit einbezogen hat. Und kurze Wege sind auch für eine älterwerdende Gesellschaft ein Thema.
3. Fehlende DIN-Norm:
Wie bereits beschrieben, sind Behinderungen, Krankheiten und auch die benötigten Hilfsmittel sehr unterschiedlich. Damit der Zugang zum Auto für alle Behinderungsarten ermöglicht wird, muss ein Behindertenparkplatz auch deutlich breiter und länger sein.
Derzeit leben ca. 7.8 Millionen Menschen mit einer Schwerbehinderung in Deutschland. Laut VFMP.de befinden sich ca. 50.000 umgebaute Fahrzeuge auf den Straßen, wobei es hier keine genaue Statistik gibt. Diese Zahlen zeigen, dass Behindertenparkplätze wichtig sind und daher auch die Norm eingehalten werden muss.
Wenn aber die DIN-Norm nicht eingehalten wird um Platz zu sparen und die Anordnungen der Parklätze falsch oder ungünstig angeordnet werden, können die vorhandenen Parkplätze auch nicht von den Betroffenen genutzt werden, weil das Ein- und Aussteigen über das Heck oder die Seiten nicht möglich ist. Das hat zur Folge, dass diese Parkplätze nicht genutzt werden und somit auch Platz verschwendet wird, nur damit man Parkplätze vorweisen kann.
Wie könnte man eine Stadt mit Platzproblemen besser gestalten und Behindertenparkplätze effektiver nutzen?
Vielleicht sollte hierüber nachgedacht werden!
4. Falsche Anordnung:
Auch bei der Einrichtung von Parkplätzen wird nicht weit genug nachgedacht. Wenn der Behindertenparkplatz zu kurz ist und ein Ausstieg über eine Heckrampe möglich ist, wird er von Personen die einen Heckeinstieg brauchen nicht benutzt. Genauso sieht es auch beim Ein- und Ausstieg über die Seite aus. Sollte der Parkplatz zu schmal oder der Bordstein zu hoch, Poller an der Seite die das Türöffenen verhindern usw. vorhanden sein, ist der Parkplatz nur für einen kleinen Teil nutzbar. Gerade wenn Platz fehlt und man allen den Zugang ermöglichen möchte, sollte doch darauf geachtet werden. Ein schlechtes Beispiel findet man beispielsweise im Oeder Weg direkt beim Kino, weil der Parkplatz seitlich angelegt ist und durch den Blumenkübel viel zu kurz ist. Aber es gibt zahlreiche andere Stellen, die ähnliche Probleme zeigen.
5. Sichtbarkeit von Behindertenparkplätzen
Wir sehen momentan, dass Parkplätze für E-Autos durch die blaue Markierung deutlich erkennbar und dadurch gut auffindbar sind. Bei Behindertenparkplätzen ist an vielen Stellen mittlerweile das Rollstuhlsymbol auf der Straße abgetragen. Dadurch ist auch die Auffindbarkeit schwierig.
Ich würde mich freuen, wenn die unterschiedlichen OBR vor Ort genauer auf die Barrierefreiheit achten würden und auch mehr mit mir ins Gespräch kommen würden. Dadurch könnten unterschiedliche Probleme vermieden werden, die sich im Nachhinein schlecht ändern lassen.
Parkende Autos auf Gehwegen
Auch wenn Autos auf dem Gehweg parken und die Gehwege an manchen Stellen sehr eng sind, dürfen Parkplätze nicht einfach verschwinden. Viele behinderte und ältere Menschen sind auf das Auto angewiesen um zum Arzt zu fahren oder Einkäufe zu erledigen. Ein Wegfall von Parkplätzen hat für die Betroffenen viele Nachteile, besonders wenn Haltestelle nicht barrierefrei umgebaut sind und Wege erschwert werden. Die gegenseitige Rücksichtnahme von Autofahrern, Fahrradfahrern und Fußgängern ist wichtig und sollten wir alle wieder lernen. Nicht einfach kopflos parken und den Gehweg versperren, nicht einfach mit dem Fahrrad über eine Rote Ampel fahren, nicht einfach pöbeln und beleidigen. Einfach mal wieder Respekt haben, Geduld üben und nicht immer auf den eigenen Vorteil schauen.
Mir ist bei diesem Rundgang vor allem aufgefallen, dass an vielen Stellen die Barrierefreiheit (z.B. abgesenkten Bordsteinen und Übergängen, Ampelsignalen, Haltestellen, Parkplätzen usw.) gefehlt hat, Parkplätze für manche Gruppen enorm wichtig sind und nicht einfach reduziert werden dürfen.
Link: Frankfurter Neue Presse
August 2023
Ein Spaziergang mit der Seniorenzeitung durch Frankfurt
In der Seniorenzeitung (Ausgabe Januar bis März) machte ich auf die unterschiedlichen Bereiche im öffentlichen Raum aufmerksam und zeigte, wo immer noch Probleme vorhanden sind.
Baustellen werden teilweise immer noch nicht barrierefrei eingerichtet, Wege von Bushaltestellen zu U-Bahnstationen sind zu lang, Kopfsteinpflaster, Ansagen in Bussen und U-Bahnen sind zu leise, E-Scooter stehen auf Blindenleitstreifen, der Zugang zu Banken und Geldautomaten oder zu Gaststätten sind oft nicht barrierefrei usw.
In der Seniorenzeitung auf Seite 10 können Sie alles nachlesen.
Link: Seniorenzeitung
Juni 2024
Baustellen und Baustelleneinrichtung
Baustellen sind wichtig und natürlich müssen Straßen, Gehwege, Leitungen, Kabel usw. irgendwann erneuert oder repariert werden.
Allerdings wird immer wieder vergessen, dass bei der Einrichtung von Baustellen auch die Barrierefreiheit wichtig ist, weil viele Kleinigkeiten für behinderte und ältere Menschen ein Hindernis oder eine Gefahrenstelle darstellt.
Der Rundgang sollte die unterschiedlichen Hürden zeigen und darauf hinweisen, dass durch eine falsche Baustelleneinrichtung behinderte Menschen teilweise längere Wege zurücklegen müssen oder blinde Menschen die Orientierung verlieren können.
Link: Frankfurter Rundschau
Nov. 2024
Frankfurter Weihnachstmark
Ich habe darauf hingewirkt, dass der Weihnachtsmarkt barrierefreier werden muss und anhand einer Checkliste auf unterschiedliche Punkte hingewiesen.
Link: Rheinmainverlag
Link: Frankfurter Rundschau